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Gesundheit

Nur hochwertiges Olivenöl ist auch wirklich Gesund

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Die Wirkung von Olivenöl auf die Gesundheit

Seit Jahrhunderten prägen schattige Olivenhaine das Landschaftsbild im Mittelmeerraum. So wundert es nicht, dass Oliven und Olivenöl einer der wichtigsten Bestandteile der mediterranen Küche sind. Es sind der vollmundige Geschmack und die positive Wirkung auf die Gesundheit, weshalb dieses Öl auch bei uns immer häufiger verwendet wird. Welche Inhaltsstoffe Olivenöl hat und warum es gesund ist – wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

Olivenöl in der mediterranen Küche

Über 150 verschiedene Olivenbaumarten sorgen für Geschmacksvielfalt, die von frisch und mild über kräftig und nussig bis zu zartbitter reichen kann. Die knorrigen Bäume können einige hundert Jahre alt und bis zu zwanzig Meter hoch werden. Ein Olivenbaum trägt im Durchschnitt 60 bis 70 Kilogramm Oliven im Jahr. Daraus kann ein Ertrag von sechs bis neun Litern Olivenöl gewonnen werden. Im gemässigten Mittelmeerraum finden Olivenbäume ideale Lebensbedingungen – eine fruchtbare Mischung aus Sonne, im Herbst ausreichend Regen und keine allzu grossen Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten.

Dementsprechend ist Olivenöl fester Bestandteil der mediterranen Lebensweise, die sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt:

  • Tägliche Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln, unter anderem Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreideprodukte
  • Olivenöl als Hauptfettquelle: Olivenol wird nicht nur für Salatdressings verwendet, sondern auch zum Erhitzen von Speisen
  • Milchprodukte von Schafen und Ziegen, insbesondere Käse und Joghurt, werden in geringem Masse verzehrt
  • Fisch und Geflügel gibt es mehrmals in der Woche, seltener rotes Fleisch
  • Wein in moderaten Mengen regelmässig zu den Mahlzeiten

Nahezu alles wird mit hochwertigem Olivenöl zubereitet und Reste davon mit Weissbrot aufgenommen. Es ist die mediterrane Ernährung und insbesondere das hochwertige Olivenöl, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Das liegt einmal an den in Olivenöl enthaltenen Fetten, aber auch an anderen Inhaltsstoffen.

Olivenöl enthält gesunde Fette

Ist Olivenöl gesund? Die Antwort auf diese Frage geben die darin enthaltenen Inhaltsstoffe. Zu rund 80 Prozent besteht Olivenöl aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Das sind gesunde Fette, die reich an Sterinen, phenolischen Verbindungen sowie Aroma- und Geschmacksstoffen sind. Sterine sind natürlich vorkommende Derivate des Sterans – ein Kohlenwasserstoffmolekül – , die in pflanzlichen und tierischen Organismen als Bausteine für verschiedene Endprodukte verwendet werden. Beispiele sind die Synthese von D-Vitaminen, von Hormonen der Nebenniere sowie von Cholesterin.

Olivenöl enthält zu 59 bis 76 Prozent Ölsäure. Das ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die nicht nur den Cholesterinspiegel senkt, sondern auch die Fliesseigenschaften des Blutes verbessert. Olivenöl selbst enthält kaum Cholesterin, dafür jedoch Vitamin E, das eine antioxidative Wirkung hat. Während die aromatischen Substanzen für das Geschmackserlebnis verantwortlich sind, verhindern Antioxidantien schädliche Oxidationsprozesse im menschlichen Körper, die durch freie Radikale verursacht werden.

Hochwertige pflanzliche Fettquelle versus tierische Fettquellen

Olivenöl als Fettquelle führt dazu, dass im Mittelmeerraum seltener Menschen an koronaren Herzkrankheiten sterben als beispielsweise in den westlichen Industrienationen. Grund ist, dass viele gesättigte Fettsäuren und gehärtete Fette zum Verzehr verwendet werden, zum Beispiel Margarine, Butter und insbesondere Fleisch. Im Gegensatz dazu senken die in Olivenöl enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren das Cholesterin im Blut. Dadurch werden die Blutfettwerte reguliert, sodass das Risiko für koronare Herzkrankheiten reduziert wird. Menschen in den Mittelmeerländern leben gesund. Das wirkt sich beispielsweise auf die durch Dickdarmkrebs bedingte Sterblichkeitsrate aus, die deutlich niedriger ist als in den westlichen Industrieländern. Tierische Fette werden nur wenig verwendet, deren Aufnahme im Zusammenhang mit der Entstehung von Dickdarmkrebs stehen kann.

Die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe

Die bereits erwähnten phenolischen Verbindungen gehören zu den wichtigsten Gruppen sekundärer Pflanzenstoffe. Im naturkundlichen Bereich werden sie als Phytamine bezeichnet. Sie werden in speziellen Zelltypen von Pflanzen hergestellt und unterscheiden sich von primären Pflanzenstoffen dadurch, dass sie für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind, wobei sie für Menschen einen hohen Stellenwert haben. Chlorophyll, dem Olivenöl seine grünliche Farbe verdankt, gehört zu den lebensnotwendigen, primären Pflanzenstoffen. Die in Olivenöl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe können auf verschiedene Weise eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben, die jedoch teilweise umstritten ist.

Olivenöl und Gesundheit: Die positive Wirkung von nativem Olivenöl

Nativem Olivenöl wird aus mehreren Gründen nachgesagt, dass es gesund ist, denn es

  • reduziert das Risiko von koronaren Herzerkrankungen
  • wirkt der Zellalterung entgegen
  • verringert die Häufigkeit von altersbedingten kognitiven Einbussen wie Parkinson und Alzheimer
  • entfaltet eine schützende Wirkung bei der Entstehung von Krebserkrankungen
  • senkt den LDL-Cholesterin-Spiegel und verbessert das Verhältnis zwischen HDL- und LDL-Cholesterin, sodass es zu einer Verbesserung der Blutfettwerte kommt
  • wirkt präventiv bei der Entstehung von Thrombosen
  • hat eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel
  • verhindert eine übermässige Säurebildung im Magen, sodass es auch Sodbrennen vorbeugen kann
  • führt zu einer Senkung des Blutdruckes
  • reduziert die Gefahr von Diabetes
  • beugt Arterioskleroseerkrankungen vor
  • wirkt positiv auf die Funktionen von Galle und Bauchspeicheldrüse
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Reifung neuer Nervenzellen
  • hat insgesamt eine antioxidative, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung

Die Wirksamkeit von Olivenöl auf die Gesundheit ist abhängig von der jeweiligen Qualität. Nur kaltgepresste Öle, sogenannte native und extra native Olivenöl, enthalten hochwertige Inhaltsstoffe, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können.

1. Natives Olivenöl senkt das “böse” LDL-Cholesterin

Olivenoel enthält einfach ungesättigte Fettsäuren. Damit unterscheidet es sich von Samenölen, zum Beispiel Sonnenblumenöl und Distelöl, zu deren Inhaltsstoffen mehrfach ungesättigte Fettsäuren gehören. Tierische Fette sind im Gegensatz zu pflanzlichen Fetten voller gesättigter Fettsäuren. Was den Cholesterinspiegel angeht, waren sich Wissenschaft und Forschung lange Zeit sicher, dass gesättigte Fettsäuren, unter anderem Wurst, Schmalz, Butter, fetthaltiger Käse und fettes Fleisch, ihn in die Höhe schnellen lassen. Dementsprechend ging man davon aus, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren ihn wieder drosseln. Diese wissenschaftliche Erkenntnis stimmt zwar bis heute. Allerdings hat man zwischenzeitlich herausgefunden, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren das Gesamtcholesterin senken. Das bedeutet, dass nicht nur das “böse” LDL-Cholesterin gesenkt wird, sondern auch das “gute” HDL-Cholesterin.

Anderes gilt für die in Olivenöl enthaltenen einfach gesättigten Fettsäuren. Sie senken lediglich das “böse” LDL-Cholesterin, während das “gute” HDL-Cholesterin unangetastet bleibt. Als “böse” wird LDL-Cholesterin deshalb bezeichnet, weil es für Ablagerungen in den Blutgefässen verantwortlich ist. Das HDL-Cholesterin sorgt dafür, dass schädliche Gefässablagerungen abtransportiert werden.

2. Mit Olivenöl Zivilisationskrankheiten bekämpfen

Zivilisationskrankheiten sind Erkrankungen, deren Häufigkeit wahrscheinlich in einem direkten Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten beziehungsweise Lebensverhältnissen stehen, wie sie in den westlichen Industrieländern anzutreffen sind. Sie werden nicht nur durch die Zivilisation an sich, sondern durch einen ungesunden Lebensstil verursacht, unter anderem durch Überernährung und Bewegungsarmut. Zu diesen Zivilisationskrankheiten gehören unter anderem Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes mellitus. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die im Olivenöl enthaltenen Polyphenole Gene unterdrücken, die ursächlich für die Entstehung von Entzündungen sind. Und genau diese Entzündungsgene sind beim Metabolischen Syndrom aktiv, das sich durch viele Gesundheitsprobleme bemerkbar macht, unter anderem in Form von Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und einen hohen Cholesterinspiegel. Zusammengenommen sind das die Symptome, die letztendlich Herzkrankheiten, Schlaganfall und Arteriosklerose bedingen und zu einer deutlichen Verkürzung der Lebenszeit führen.

Casas de HualdoCasa de Hualdo Olivenöl

3. Natives Olivenöl beeinflusst Gene positiv

Eine in Spanien durchgeführte randomisierte Doppel-Blind Studie, die von Francisco Perez Jimenez von der Universität Cordoba geleitet wurde, untersuchte Genveränderungen. Gegenstand der Untersuchung war, ob für die Genveränderungen die in Olivenöl enthaltenen Polyphenolen verantwortlich sind. In die Studie involviert waren zwanzig Teilnehmer, die am Metabolischen Syndrom litten. Über einen Zeitraum von sechs Wochen erhielten alle Studienteilnehmer dieselbe kohlenhydratreiche und fettarme Ernährung. Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel wurden nicht zugeführt. Während das Frühstück der Testgruppe mit polyphenolreichem nativem Olivenöl extra zubereitet war, bekam die Kontrollgruppe ein Frühstück mit einem sehr niedrigen Polyphenolgehalt.

Nach den Mahlzeiten wurde das Blut der Teilnehmer der Testgruppe und der Kontrollgruppe untersucht. Gleichzeitig wurden 15.000 Gene und deren Veränderungen überprüft. Ergebnis war, dass das polyphenolreiche Olivenöl einen regulativen Einfluss auf nahezu hundert Gene hatte. Tatsächlich stand ein grosser Teil dieser hundert Gene in direktem Zusammenhang mit der Entstehung des Metabolischen Syndroms, also mit einem hohen Cholesterinspiegel, mit Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, mit koronaren Herzerkrankungen und auch mit Arteriosklerose.

Nicht nur durch diese spanische Studie ist längst klar, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Ernährung und gesundheitlichen Problemen besteht. Dabei handelte es sich um geringfügige Veränderungen in Bezug auf das Essverhalten. Es ging lediglich um die Verwendung von hochwertigem nativem Olivenöl extra, was zu unglaublich positiven Ergebnissen führte. Es lohnt sich also, das persönliche Essverhalten unter die Lupe zu nehmen und unser natives Olivenöl zu verwenden – der Gesundheit zuliebe!

Olivenöl: Der gute Tipp zum Schluss

Unser Olivenöl erfreut nicht nur den Gaumen und das Herz, sondern sorgt auch für eine zarte und gesunde Haut. Es ist der hohe Gehalt an Vitamin E, der zusammen mit ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien den Alterungsprozess der Hautzellen verzögert. Olivenöl eignet sich also auch als Mittel zur Hautpflege. Direkt nach dem Sonnenbaden aufgetragen, soll es ausserdem das Risiko senken, an Hautkrebs zu erkranken. Allerdings ist weniger mehr, denn zu viel Olivenöl kann die Haut austrocknen. Auch für die Haare ist Olivenöl eine Wohltat. Reines Olivenöl kann beispielsweise als Haarkur verwendet werden und soll besonders bei juckender Kopfhaut, bei Schuppen und Spliss helfen. Die Haare werden geglättet und erstrahlen in neuem Glanz unter der Voraussetzung, dass das Öl mit einem sehr milden Shampoo ausgewaschen wird.